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Aufgaben der Koordinationsstelle

Das Ausmaß des funktionalen Analphabetismus und der einhergehenden Folgen für die Gesellschaft und die Arbeitswelt ist unter weiten Teilen der Bevölkerung nicht bekannt. Betroffene sowie ihr mitwissendes Umfeld wie Familie, Bekannte und Kollegen wissen oftmals nicht um die Hilfsangebote und Lernmöglichkeiten oder trauen sich nicht auf Grund von Scham- oder Angstgefühlen, diese in Anspruch zu nehmen. Zentrales Ziel muss deshalb sein, sowohl die allgemeine Öffentlichkeit, als auch die Betroffenen und ihr mitwissendes Umfeld stärker über die Bedeutung von Alphabetisierung und Grundbildung aufzuklären, Vorurteile durch Sensibilisierung abzubauen, Tabus aufzubrechen und das Lerninteresse zu stärken.

Das Alphanetz NRW richtet daher öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen und Fachtagungen zu aktuellen Themen in der Alphabetisierungsarbeit aus, um die oben genannten Ziele zu verwirklichen.

Sensibilisierung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren


Durch Sensibilisierungsschulungen werden Schlüsselpersonen, die Kontakt zur Zielgruppe der funktionalen Analphabeten haben, über das Thema informiert sowie dahingehend geschult, wie sie die Betroffenen erkennen und ansprechen können sowie welche Angebote es vor Ort gibt. Funktionaler Analphabetismus ist ein wichtiges, aber auch schwieriges Thema, welches durch stetige Ansprache immer wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt werden muss, um nicht durch das Tagesgeschäft in den Hintergrund gedrängt zu werden.

Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren bei Sensibilisierungsschulungen vom Alphanetz NRW kamen u.a. aus folgenden Bereichen:

·         AWO
·         Bibliotheken/Büchereien
·         Diakonisches Netzwerk
·         Familienunterstützender Dienst ‚für-ein-ander‘
·         Jobcentern
·         Kath. Bildungsstätten
·         Kontakt-Informationsstelle für Selbsthilfe
·         Stadtverwaltungen
·         Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung e.V.
·         Volkshochschulen
·         Werkstätten für Menschen mit Behinderungen

Qualifizierung von Kursleitenden und pädagogischen Mitarbeitenden



Auf Grund der großen Heterogenität unter den Betroffenen und ihren multiplen Problemlagen (negative Schulerfahrungen, Lernhemmnisse und –ängste, finanzielle und gesundheitliche Probleme usw.) benötigt eine Lehrkraft in diesem Bereich spezielle fachliche und methodische Kompetenzen um einen erwachsenengerechten und binnendifferenzierten Unterricht durchführen zu können. Beschäftigte in der Alphabetisierung und Grundbildung bringen unterschiedliche berufliche Qualifikationen und Erfahrungen mit. Die Qualifizierung dieses Lehrpersonals muss deshalb weiter ausgebaut und stärker in den Fokus des Interesses gerückt werden.

Wir unterstützen Ihre Alphabetisierungsarbeit vor Ort und freuen uns auf Ihre Anfragen und Rückmeldungen!

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