Arbeiten im Wörterwald

Fachtagung: Arbeiten im Wörterwald – Eine Tagung für Unterrichtende
6. Dezember 2019 Wissenschaftspark Gelsenkirchen

Die Fachtagung richtet sich speziell an Unterrichtende und Programmverantwortliche in der Alphabetisierung
und Grundbildung. Es erwarten Sie spannende didaktische Konzepte sowie eine Auswahl an Methoden und Medien in der Arbeit mit gering literalisierten Erwachsenen.

Grußwort: Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW.

Vorstellung und Diskussion aktueller Erkenntnisse der LEO-Studie 2018, Dr. Klaus Buddeberg Universität Hamburg.

Veranstalter: Alphanetz NRW und Supportstelle Weiterbildung (QUA-LiS)

Tagungsflyer zum Herunterladen

Anmeldung zur Fachtagung „Arbeiten im Wörterwald“:
https://form.jotform.com/lvvhs/Alpha-Fachtagung-06-12-19

Workshops am Nachmittag:

Workshop 1 Didaktik: „Vokale sind Trittsteine durch das Wort- nutzen wir sie?!“

Leitung: Birgit Bastian, Bergische vhs

Das Schreiben und Lesen langer Wörter kann man durch Isolieren der Vokale und Zerlegen in Silben erleichtern. In diesem Workshop möchte ich mit Ihnen nach einem knappen Theorie-Teil in Partner- bzw. Gruppenarbeit vorhandenes Arbeitsmaterial zum Thema sichten, beurteilen und durch eigene Unterrichtsideen für Alphalevel 1 und 2 ergänzen.

Workshop 2 Diagnostik: „Wie kann ich Wissenslücken ermitteln? Diagnostische Mittel in der Grundbildung“

Leitung: Andrea Bauer, vhs Bergisch Gladbach

In dem Workshop werden verschiedene Testverfahren für die Arbeit mit deutschsprachigen funktionalen Analphabeten vorgestellt. In Form eines „World Cafés“ können in Gruppen die DVV Kurzdiagnostik, Wort-Bild Diagnostik, die Otu.lea APP, und dialogische Förderdiagnostiken wie die Selbsteinschätzungsbögen und Lesen und Schreiben erprobt werden. Im kollegialen Austausch werden die unterschiedlichen Verfahren verglichen und besprochen, so dass die Teilnehmenden am Ende einen ersten Überblick über einige verschiedene Diagnostikverfahren erhalten.

Workshop 3 kollegiale Beratung: „Von anderen lernen – kollegiale Praxistipps zu schwierigen Situationen im Unterricht“

Leitung: Sabine Schwarz und André Hamann, Lernende Region – Netzwerk Köln e.V.

Die alltägliche Unterrichtspraxis bringt viele Herausforderungen mit sich. Immer wieder gibt es Situationen im Unterricht, in denen Sie auf unterschiedliche Herausforderungen reagieren müssen. Was machen Sie beispielsweise bei Konflikten der Teilnehmenden untereinander? Wie gehen Sie damit um, wenn Teilnehmende während des Unterrichts mit Ihrem Handy beschäftigt sind? Wie gestalten Sie den Unterricht in stark heterogenen Gruppen?

In diesem Workshop erhalten Sie die Möglichkeit, zu ganz konkreten Anliegen in einen kollegialen Austausch zu gehen. Auf diese Weise können Sie ihr eigenes pädagogisches Handeln reflektieren und Impulse für neue oder andere Gestaltungsmöglichkeiten erhalten. Mit Hilfe der bewährten Methode „Iteratives Reflecting Team“ werden in dem Workshop zwei bis drei konkrete Anliegen besprochen. Dabei werden die Themen für die Anliegen durch die Workshopgruppe bestimmt.

Workshop 4 Teilnehmendenorientierung: „Umgang mit Seminarteilnehmer*innen und Lebensweltbezug“

Leitung: Susanne Lachnit, vhs Eschweiler/vhs Aachen und Hermann Wefelnberg, vhs Wesel, Hamminkeln, Schermbeck

In diesem Workshop stehen die Themen Umgang mit Seminarteilnehmern und Lebensweltbezug im Mittelpunkt. Folgende Fragestellungen leiten uns:

  • Wie schaffe ich Vertrauen in der Gruppe
  • Wie erreiche ich eine positive Lernatmosphäre
  • Welches Verhältnis von Distanz und Nähe ist erstrebenswert
  • Wie gehe ich mit Kritik um

Einige erfahrungsorientierte Übungen helfen uns dabei, diesen Fragen nachzugehen. Einige positive Beispiele werden vorgestellt bzw. ausgetauscht. Gering literarisierte Teilnehmende sind in ihrem Alltag einer Fülle von Problemen ausgesetzt, die Lesende sich nicht immer vorstellen können. Der Workshop bietet hier zahlreiche Einblicke und liefert kompatible Hilfestellungen an der Schnittstelle zur sozialen Arbeit, die aus dieser Tätigkeit nicht wegzudenken ist.

Workshop 5 Selbsthilfegruppe Aachen: „Mit Selbsthilfe zum Lesen und Schreiben – Wörter Wald“

Leitung: Selbsthilfegruppe Aachen

Die Volkshochschule Aachen und ihre Kontaktstelle für Selbsthilfe starten eine Selbsthilfegruppe zur Alphabetisierung

Die Aachener Kontakt- und Informationsstelle „akis“ (www.akis-aachen.de) hat eine lange Tradition, sie berät schon seit 1986 Betroffene und Angehörige. Konkret unterstützt sie bei der Gründung neuer Selbsthilfegruppen, fördert den Erfahrungsaustausch unter den Gruppen, organisiert Fachvorträge und vertritt die Selbsthilfe in Gremien und Netzwerken wie der Gesundheitskonferenz. In enger Kooperation mit dem Selbsthilfebüro in der StädteRegion Aachen betreut die „akis“ aktuell etwa 130 Selbsthilfegruppen von ADHS und Adipositas über Morbus Crohn und Tinnitus bis Verlassene Eltern und Wachkoma.

Schon lange wünschten sich die Teilnehmenden aus den Alphabetisierungskursen der Volkshochschule Aachen ein Angebot, das die unterrichtsfreie Zeit zwischen den Semestern überbrückt. Darum kam die Idee der Gründung einer Selbsthilfegruppe zur Alphabetisierung wie gerufen. Die Zusammenarbeit zwischen der Hauptamtlichen Pädagogischen Mitarbeiterin aus dem Bereich Alphabetisierung und derjenigen, die für die Selbsthilfe zuständig ist, gelingt hier besonders leicht, weil alle unter dem Dach der VHS arbeiten.

Workshop 6 Neuen Medien: „Wie setze ich neue Medien in meinem Unterricht zielführend ein?“

Leitung: Tabea Hower und Holger Blumensaat, vhs Essen

Neue Medien sind ein wichtiger Bestandteil, um Teilhabe an unserer digitalisierten Welt zu ermöglichen. Ihre Nutzung gehört – auch für viele Besuchende von Alphabetisierungskursen – bereits heutzutage zum Alltag und bieten damit einen niederschwelligeren Einstieg als klassische Unterrichtsmaterialien. Umso wichtiger ist es für Kursleitende sich mit neuen Medien vertraut zu machen. Zudem ermöglichen sie uns modernen Unterricht zu gestalten und sie eröffnen uns neue Formen der Kommunikation. Dieser Workshop soll für mögliche Hindernisse und Schwierigkeiten im Umgang mit neuen Medien im Selbstversuch sensibilisieren.

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