Evaluationsbericht zur Startphase der Förderrichtlinie „Grundbildungspfade“ veröffentlicht
Seit Herbst 2024 wird die Förderrichtlinie „Grundbildungspfade“ umgesetzt. Daran beteiligt sind zehn regionale Projekte sowie ein bundesweites Metavorhaben. Das Institut für Innovation und Technik (iit) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) die Startphase der Förderung wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.
Der Evaluationsbericht betrachtet sowohl den Informations- und Auswahlprozess vor Beginn der Förderung als auch die ersten sechs Monate der Projektumsetzung. Grundlage der Untersuchung waren eine Dokumentenanalyse, zwei standardisierte Online-Befragungen sowie zwölf qualitative Interviews mit beteiligten Akteurinnen und Akteuren.
Zentrale Ergebnisse der Evaluation
Der Bericht hebt insbesondere das Innovationspotenzial des Ansatzes der Grundbildungspfade hervor. Im Mittelpunkt stehen die Lernenden und ihre individuellen Bedarfe, wodurch ein Perspektivwechsel von bestehenden Angeboten hin zu passgenauen Bildungswegen angestoßen wird. Gleichzeitig trägt der Ansatz zur Stärkung regionaler Kooperationen bei.
Die Evaluation macht jedoch auch deutlich, dass die Umsetzung der Grundbildungspfade methodisch und organisatorisch anspruchsvoll ist und eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Akteuren erfordert.
Zu den weiteren Ergebnissen zählen:
Nach sechs Monaten zeigen die Projekte spürbare Fortschritte beim Aufbau und der Weiterentwicklung regionaler Netzwerke sowie bei der Bedarfserhebung zur Konkretisierung der Grundbildungspfade.
Die Erreichung der Projektziele wird von Projektbeteiligten, Metavorhaben und der Koordinierungsstelle der AlphaDekade (KSA) überwiegend als gut bis sehr gut eingeschätzt.
Bereits in der Startphase lassen sich erste positive Wirkungen der Förderung in den Modellregionen erkennen, insbesondere:
– eine verbesserte Transparenz bestehender Grundbildungsangebote und Förderinstrumente
– eine intensivere Vernetzung relevanter AkteureDie Zusammenarbeit mit Jobcentern, Bildungsträgern und weiteren Partnern schafft tragfähige Grundlagen für abgestimmte Bildungswege – auch in Regionen, deren Projektskizzen nicht zur Förderung ausgewählt wurden.
Das Metavorhaben unterstützt die Projekte umfassend durch individuelle Beratungen, Workshops, Vernetzungsangebote sowie fachliche und methodische Unterstützung. Die Angebote werden intensiv genutzt und sehr positiv bewertet.
Die Qualität der Förderprozesse wird von den geförderten Projekten insgesamt als hoch eingeschätzt. Besonders hervorgehoben werden die konstruktive Begleitung durch die KSA sowie die Beratungs- und Unterstützungsangebote in der Skizzen- und Antragsphase.
Der vollständige Evaluationsbericht steht als PDF zum Download bereit.
