Für eine AlphaDekade II: Grundbildung als Menschenrecht stärken

In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau (FR) vom 26. Januar macht der DVV-Ehrenvorsitzende Dr. Ernst Dieter Rossmann auf ein weiterhin drängendes gesellschaftliches Problem aufmerksam: Millionen erwachsener Menschen in Deutschland können nur unzureichend lesen, schreiben oder rechnen. Eine Herausforderung, die auch über das Ende der AlphaDekade hinaus konsequent angegangen werden muss.

Zugleich würdigt Rossmann die bisherigen Fortschritte. Über 70 Grundbildungszentren wurden bundesweit aufgebaut, das Thema ist politisch verankert, und die AlphaDekade hat wichtige Strukturen und Netzwerke geschaffen.

Nun sei es an der Zeit für einen selbstbewussten und entschlossenen Aufbruch: Rossmann plädiert für eine „AlphaDekade II – 2027 bis 2037“. Diese müsse mit deutlich mehr Tempo, einer engen Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen sowie einer verlässlichen und auskömmlichen Finanzierung ausgestattet sein. Angesichts der bislang eher bescheidenen Mittel hält er eine verpflichtende „Alpha-Milliarde“ für angemessen.

Zentral ist für ihn zudem ein Perspektivwechsel: Grundbildung müsse als fundamentales Menschenrecht verstanden werden. Die Lebenswelten, Erfahrungen und Kompetenzen der Betroffenen seien wertzuschätzen. Nicht Defizite, sondern Chancen, Ressourcen und Teilhabe sollten im Mittelpunkt stehen.

Die Gelegenheit für einen mutigen politischen und gesellschaftlichen Aufbruch sei da – sie müsse jetzt ergriffen werden.

Der vollständige Beitrag ist hier nachzulesen.

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