Bericht zum Weiterbildungsworkshop „Grundbildung“

Weiterbildungsworkshop zum Thema „Grundbildung“ am 13. und 14. September 2019

Der zweitägige Weiterbildungsworkshop zum Thema „Grundbildung“ richtete sich an AoG-Trainer*innen, Dozent*innen der allgemeinen Grundbildung und Kursleitende in Alphabetisierungskursen. Er fand vom 13. bis zum 14. September in den Räumlichkeiten des bbb Büro für Berufliche Bildungsplanung in Dortmund statt. Die Kooperation des Alphanetz NRW mit dem Partner bbb fußt auf einer langjährigen sehr guten Zusammenarbeit, die auch bei dieser Veranstaltung zu vollem Erfolg beitrug. Anlass für diese Kooperation bildeten dieses Mal die AoG-Weiterbildungsmodule des ERASMUS+-Projekt PROFITRAIN des bbb (www.profi-train.de), die eine Grundlage für die Planung und Umsetzung darstellten sowie die im Alphanetz NRW entwickelte Fortbildungsreihe „Erstqualifizierung von Kursleitenden für Alphabetisierungskurse in NRW“.

Der Einladung zum Workshop waren 17 Personen aus diversen Einrichtungen gefolgt. Vertreten waren: Trainer*innen im AoG Netzwerk, Arbeit und Leben DGB/VHS NRW e.V., bbb Büro für berufliche Bildungsplanung GbR, Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft e. V., DGB BW NRW, EDV-Beratung Kirchner, Internationaler Bund – IB West gGmbH, MAS Sprachschule, Mehrgenerationenhaus Bad Oeynhausen und mehrere Volkshochschulen.

Das Programm

Nach einer Begrüßung und kurzen Einführung in die Programmgestaltung durch Rosemarie Klein (bbb) und Tanja Bergmann (Alphanetz NRW), folgte ein Input zum Thema „Grundbildung in der Arbeits- und Lebenswelt“. In diesem referierten Gerhard Reutter (bbb) und Rosemarie Klein über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der arbeitsorientierten und der lebensweltlich orientierten Grundbildung.

–> Zum Input: Grundbildung in der Arbeits- und Lebenswelt Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Im Anschluss daran erfolgten drei parallele Arbeitsgruppen zu verschiedenen Grundbildungsthemen. Spannend gestaltete sich der Arbeitsauftrag: Die Themen unter jeweils zwei Fragestellungen in dieser Phase zu erarbeiten und anschließend den anderen Teilnehmenden auf möglichst anschauliche und kreative Art und Weise zu präsentieren. Eine Ergebnispräsentation à la: „Die Gruppe stellt ihre Ergebnisse in Form einer reinen mündlichen Wiedergabe vor, während sich die Zuhörer langweilen“ sollte so vermieden werden. Die gewählten Präsentationen in Form von Rollenspielen, kleinen Inszenierungen oder bildhaften Darstellungen sorgten hingegen für viel Unterhaltung und ermöglichten zugleich den Zuschauern einen vertieften Einblick auch in die anderen Themen.

Die erste Gruppenphase:

AG 1: Didaktik-Methodik-U-Material (Moderation: Melanie Rudolph)
  • Wie komme ich an authentisches Lernmaterial in der Grundbildung?
  • Wie kann ich das so aufbereiten, dass es zum Lernen taugt?

AG 2: AoG gut organisieren und umsetzen (Moderation: Karin Behlke)
  • Wie gestalte ich die Zugänge zu Unternehmen?
  • Wie erreiche ich die Beschäftigten für AoG?
AG 3: Teilnehmendenorientierung (Moderation: Susanne Lachnit)
  • Welche Strategien kann ich im Konfliktfall einsetzen?

Auch der zweite Tag wurde mit einem Input begonnen. Zum Thema „Das mitwissende Umfeld“ referierte Tanja Bergmann und diskutierte mit den Teilnehmenden über die Ergebnisse der Umfeldstudie von 2015.

–> Zum Input: „Das mitwissende Umfeld“

Am zweiten Tag fanden jeweils AG-Phasen im Vormittagsbereich sowie nach der Mittagspause statt. Auch hier wurden die Ergebnisse auf ungewohnt erfrischende Weise von den jeweiligen Gruppen vorgetragen.

Die zweite Gruppenphase:

AG 1: Gute Vernetzung (Moderation: Tanja Bergmann)
  • Warum und wie binde ich das mitwissende Umfeld ein?
  • Wie gewinne ich wichtige Stakeholder/Akteure/Multiplikatoren?
AG 2: Abschluss und Evaluation von Kursen/Trainings (Moderation: Gerhard Reutter)
  • Wie kann ich den Nutzen von Grundbildung und von AoG sichern?
  • Welche Evaluationsverfahren haben sich in der Praxis bewährt?
AG 3: AoG gut organisieren und umsetzen (Moderation: Karin Behlke)
  • Wer ist im Unternehmen wichtiger Ansprechpartner? Wer muss warum ins Boot geholt werden?
  • Welche weiteren Aspekte erfolgreicher Umsetzung gibt es?
AG 4: Strukturierter Erfahrungsaustausch (Moderation: Melanie Rudolph)
  •  Alltagsthemen und -herausforderungen aus der Grundbildungs- und AoG-Praxis Teil 1

Die dritte Gruppenphase:

AG 1: Methodik – Didaktik – U-Material (Moderation: Tanja Bergmann)

  • Was ist gut didaktisiertes Lernmaterial in der Grundbildung?
AG 2: Strukturierter Erfahrungsaustausch (Moderation: Melanie Rudolph)
  • Alltagsthemen und -herausforderungen aus der Grundbildungs- und AoG-Praxis Teil 2

In der abschließenden Blitzlichtrunde sowie in den Evaluationsbögen zeichnete sich ein eindeutiges Bild ab: Der Workshop wurde von den Teilnehmenden als gute Möglichkeit ihr (Fach-)Wissen in Bezug auf die verschieden Grundbildungsthemen zu erweitern, neue Kontakte zu knüpfen und alte zu pflegen sowie viel neuen Input für ihre tägliche Arbeit mitzunehmen, angesehen. Eine Fortführung des Formates und der Kooperation mit dem bbb ist daher ausdrücklich erwünscht!

Tanja Bergmann
Koordinatorin Alphanetz NRW

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